Ihre Torrents finden kaum Peers, Ihr Spiel meldet einen strikten NAT-Typ, oder Sie kommen von unterwegs nicht auf Ihre Kamera zu Hause. Hinter all diesen Problemen steckt oft dasselbe: Eingehende Verbindungen werden von Ihrem Router oder Ihrem VPN abgewiesen. Die Lösung heißt Portweiterleitung, auch Portfreigabe oder Port Forwarding genannt. Aber was ist eine Portfreigabe genau, und welche VPN bieten sie an?
Die zuverlässigste echte VPN-Portweiterleitung bietet in unseren Tests Private Internet Access: Sie aktivieren sie mit einem Klick in der App, erhalten automatisch einen Port und nutzen Server in 91 Ländern, für rund 2 € pro Monat. Einzige Einschränkung: Auf US-Servern ist die Funktion nicht verfügbar. NordVPN, Surfshark und CyberGhost bieten dagegen keine Portweiterleitung an.
Eine Alternative ist Proton VPN, dessen Portfreigabe ebenso einfach funktioniert. Sie ist allerdings nur in den kostenpflichtigen Abos, auf P2P-Servern und in den Desktop-Apps für Windows, macOS und Linux verfügbar. Im Folgenden erklären wir, was Portweiterleitung ist, welche Ports ein VPN nutzt, welche Risiken es gibt und wie Sie die Funktion einrichten.
Was ist Port Forwarding und wie funktioniert es?
Zunächst ist es wichtig zu verstehen, was Portfreigaben sind und wie sie funktionieren. Beginnen wir mit dem Router. Jeder Heimrouter nutzt NAT, die sogenannte „Network Address Translation“. Damit teilen sich alle Geräte in Ihrem Heimnetz eine einzige öffentliche IP-Adresse, während jedes Gerät intern eine eigene, private IP-Adresse hat (etwa 192.168.178.20).
NAT hat einen praktischen Nebeneffekt: Verbindungen, die von außen kommen, weist der Router standardmäßig ab, weil er nicht weiß, für welches Gerät sie bestimmt sind. Das schützt Ihr Heimnetz vor unerwünschten Zugriffen von Hackern, Scannern und anderen Eindringlingen. Zusätzlich hat fast jeder Router eine eigene Firewall.
Spielkonsolen wie PlayStation und Xbox zeigen das Ergebnis als NAT-Typ an:
- offen
- moderat
- strikt
Diese Angaben beschreiben, wie gut Ihr Gerät von außen erreichbar ist. Ein strikter NAT-Typ bedeutet mehr Abschottung, kann aber verhindern, dass andere Geräte im Internet eine direkte Verbindung zu Ihnen aufbauen.
Das betrifft häufig P2P-Verbindungen beim Torrenting: Andere Peers können Sie nicht direkt erreichen, Downloads finden weniger Quellen und das Seeding funktioniert schlecht. Beim Online-Gaming kann es zu Problemen beim Matchmaking, bei Sprachchats oder beim Hosten von Lobbys kommen.
Die Lösung besteht darin, gezielt einen Port Ihres Routers zu öffnen. So leiten Sie Datenverkehr, der von außen auf diesem Port ankommt, an ein bestimmtes Gerät in Ihrem Netz weiter. Dieses manuelle Öffnen von Ports nennt man Portweiterleitung.
Beim Port Forwarding legen Sie also eine Regel fest: Alles, was auf Port X ankommt, geht an Gerät Y. So können Geräte außerhalb Ihres Netzes gezielt einen Dienst in Ihrem Netz erreichen, etwa Ihren Torrent-Client oder einen Spieleserver.
Die Internetgeschwindigkeit selbst erhöht eine Portfreigabe dabei nicht. Sie sorgt aber dafür, dass Anwendungen, die eingehende Verbindungen brauchen, mehr Verbindungen aufbauen können und dadurch oft deutlich besser funktionieren. Einige Dienste werden überhaupt erst nutzbar. Die Portweiterleitung ist, einfach gesagt, der direkteste Weg, Ihren NAT-Typ zu verbessern.
Es gibt auch Alternativen wie UPnP, bei dem Anwendungen Ports automatisch öffnen. Das ist bequemer, aber weniger kontrollierbar. Die Nachteile der Portweiterleitung sehen wir uns gleich an.
Arten der Portweiterleitung
Neben der klassischen Portfreigabe am Router gibt es drei Varianten, die aus der Welt von SSH stammen, einem Protokoll für verschlüsselte Fernzugriffe: die Remote-, die dynamische und die lokale Portweiterleitung. Sie werden oft mit VPN-Portweiterleitung verwechselt, funktionieren aber anders.
Lassen Sie uns alle drei Arten kurz erklären.
Remote-Portweiterleitung
Bei der Remote-Portweiterleitung wird ein Port auf einem entfernten Server an Ihren lokalen Rechner weitergeleitet. Wer den Port auf dem Server anspricht, landet also bei Ihnen. Die VPN-Portweiterleitung, wie sie Private Internet Access (PIA) anbietet, funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip, nur dass der Port auf dem VPN-Server geöffnet wird und der Datenverkehr durch den VPN-Tunnel zu Ihnen gelangt.
Diese Variante ermöglicht das Hosten von Servern oder den Fernzugriff auf Desktops, auch hinter einer Firewall. Sie macht Ihr Gerät aber von außen erreichbar und birgt daher dieselben Sicherheitsrisiken wie jede offene Tür.
Dynamische Portweiterleitung
Die dynamische Portweiterleitung funktioniert im Grunde wie ein Proxy: Über eine SSH-Verbindung entsteht ein SOCKS-Proxy, über den Ihre Anwendungen ihren Datenverkehr zu beliebigen Zielen schicken. Sie müssen dabei keinen festen Zielport einstellen.
Nicht zu verwechseln ist das mit der „dynamischen“ Portzuweisung bei VPN-Anbietern wie PIA oder Proton VPN. Dort bedeutet der Begriff einfach, dass Ihnen beim Verbinden automatisch ein zufälliger Port zugeteilt wird, den Sie nicht selbst wählen können.
Lokale Portweiterleitung
Die lokale Portweiterleitung finden Sie in VPN-Apps in der Regel nicht. Sie ist das Gegenstück zur Remote-Variante: Ein lokaler Port wird an ein entferntes Gerät weitergeleitet, und der Datenverkehr läuft verschlüsselt über SSH dorthin.
Wozu dient das? Mit lokaler Portweiterleitung erreichen Sie zum Beispiel eine Datenbank oder Anwendung in einem entfernten Netz, die von außen sonst nicht zugänglich wäre, weil der entfernte Server stellvertretend für Sie darauf zugreift.
VPN Port: Welche Ports nutzt ein VPN?
Mit „VPN Ports“ sind oft gar nicht Portfreigaben gemeint, sondern die Ports, über die eine VPN-Verbindung selbst läuft. Das ist wichtig, wenn ein Firmennetz, ein Hotel-WLAN oder Ihre eigene Firewall bestimmte Ports blockiert. Die gängigsten Protokolle nutzen standardmäßig folgende Ports:
- WireGuard: UDP 51820 (bei Anbietern oft frei konfigurierbar)
- OpenVPN: UDP 1194 oder TCP 443
- IKEv2/IPsec: UDP 500 und 4500
- L2TP/IPsec: UDP 1701, 500 und 4500
Der Unterschied zwischen UDP und TCP: UDP verschickt Datenpakete ohne Empfangsbestätigung und ist dadurch schneller, weshalb WireGuard ausschließlich darauf setzt. TCP prüft jedes Paket und ist etwas langsamer, kommt dafür aber besser durch restriktive Netzwerke.
Kommt keine Verbindung zustande, hilft es oft, auf OpenVPN über TCP 443 umzustellen. Dieser Port wird auch für normale HTTPS-Webseiten verwendet und ist daher fast nie gesperrt.
Möchten Sie selbst ein VPN erstellen, etwa einen WireGuard-Zugang auf Ihrer FRITZ!Box, muss der entsprechende Port von außen erreichbar sein. Fehlen die Portfreigaben, kommt die Verbindung nicht zustande. Bei der FRITZ!Box richtet die VPN-Funktion die nötige Freigabe allerdings meist automatisch ein.
Port Forwarding mit einem VPN: Vorteile und Anwendungen
Mit einem VPN ändert sich die Lage: Ihr Datenverkehr läuft über den VPN-Server, und dieser blockiert eingehende Verbindungen ebenfalls. Eine Portfreigabe am Router hilft dann nicht, die Weiterleitung muss auf dem VPN-Server erfolgen. Genau das bietet die VPN-Portweiterleitung. Sehen wir uns die wichtigsten Anwendungsfälle an.
Fernzugriff auf den Desktop
Einer der beliebtesten Anwendungsfälle ist der Fernzugriff. NAT oder ein VPN können verhindern, dass Sie von außen auf einen Rechner zugreifen. Mit einer Portweiterleitung machen Sie den Remote-Desktop-Dienst über einen bestimmten Port erreichbar. Sicherer ist es allerdings, dafür ein eigenes VPN ins Heimnetz zu nutzen, statt den Port offen ins Internet zu stellen.
Schnelles P2P/Torrenting
Ein weiterer Vorteil der VPN-Portweiterleitung betrifft Torrents. Ohne offenen Port kann Ihr Client nur selbst Verbindungen zu anderen Peers aufbauen, eingehende Verbindungen werden blockiert. Das verringert die Zahl der Quellen und damit oft Ihre Download- und Upload-Geschwindigkeit.
Vor allem das Seeding fällt ohne Portfreigabe schwer. Ist die Portweiterleitung eingerichtet, können andere Peers Sie direkt erreichen, und Sie verbinden sich mit deutlich mehr Teilnehmern im Schwarm. Das gilt nicht nur für Torrents, sondern für P2P-Verbindungen allgemein. Beachten Sie: Das Teilen urheberrechtlich geschützter Inhalte bleibt auch mit VPN illegal und kann in Deutschland teure Abmahnungen nach sich ziehen.
Multiplayer/Online-Gaming
Ein strikter NAT-Typ blockiert eingehende P2P-Verbindungen. Viele Multiplayer-Spiele nutzen aber genau diese Art von Verbindung, sodass Spieler mit Verbindungsabbrüchen, Problemen im Sprachchat oder langen Wartezeiten beim Matchmaking kämpfen. Außerdem kann ein strikter NAT-Typ verhindern, dass Sie selbst einen Spieleserver hosten.
Andere Spieler können Ihr Gerät dann nicht direkt erreichen. Das schränkt die Auswahl an Mitspielern ein und verhindert im schlimmsten Fall, dass Sie bestimmten Lobbys beitreten können. Bei einem strikten NAT-Typ passiert das häufig.
Mit einer Portweiterleitung lassen sich diese Probleme meist beheben. Sie weisen dem jeweiligen Spiel oder der Konsole die passenden Ports zu. Nicht alle Spiele nutzen dieselben Ports, die nötigen Angaben finden Sie aber auf den Support-Seiten der Hersteller.
Weitere interessante Anwendungsfälle und Vorteile
Natürlich gibt es noch weitere Anwendungen, zum Beispiel:
- Zugriff auf Ihren Heimcomputer über einen Remote-Desktop
- Zugriff auf die Sicherheitskameras in Ihrem Haus, wenn Sie unterwegs sind
- direkter Zugriff auf einen eigenen VoIP-Server
- Anbindung eines Smart-Home-Geräts
- Betrieb eines eigenen Webservers, den andere erreichen können
- …
Ist Portweiterleitung sicher?
Der Hauptnachteil der Portweiterleitung ist, dass sie die Angriffsfläche vergrößert. Sie heben damit gezielt einen Teil des Schutzes auf, den NAT und Firewall bieten. Stellen Sie sich die Ports Ihres Routers als Türen vor.
Normalerweise bleiben diese Türen für Besucher von außen verschlossen. Mit einer Portweiterleitung öffnen Sie eine Tür manuell, damit bestimmte Verbindungen hereinkommen. Das ist praktisch, hat aber eine Kehrseite.
Eine offene Tür bedeutet, dass jeder sie benutzen kann, nicht nur Sie. Nehmen wir an, Sie haben eine Portfreigabe eingerichtet, um unterwegs auf Ihre Überwachungskamera zuzugreifen. Ist die Kamera nicht mit einem starken Passwort geschützt oder hat sie eine Sicherheitslücke, können auch Fremde die Aufnahmen sehen.
Automatisierte Scanner durchsuchen das Internet rund um die Uhr nach offenen Ports. Wird dahinter ein verwundbarer Dienst gefunden, kann ein Angreifer darüber in Ihr Heimnetz eindringen und Ihre Privatsphäre ernsthaft gefährden.
Denken Sie daran, dass ein manuell geöffneter Port so lange offen bleibt, bis Sie die Regel löschen. Das Risiko hängt vor allem davon ab, welcher Dienst dahinter läuft und wie gut er abgesichert ist. Vergessene Freigaben für Geräte, die Sie nicht mehr nutzen oder nicht mehr aktualisieren, sind ein typisches Einfallstor.
Manche Dienste, etwa ein öffentlicher Webserver, müssen für alle erreichbar sein. Dann ist es umso wichtiger, die Software aktuell zu halten und sauber zu konfigurieren. Für Geräte, die nur Sie nutzen, sollten Sie immer ein starkes Passwort und, wenn möglich, eine Zwei-Faktor-Anmeldung einrichten.
Für den Fernzugriff auf Geräte im eigenen Heimnetz gibt es zudem eine sicherere Lösung als offene Ports: ein eigenes VPN ins Heimnetz, etwa per WireGuard auf der FRITZ!Box. Dann ist nur der VPN-Zugang von außen erreichbar, und Kamera, NAS oder Rechner bleiben für Fremde unsichtbar. Sie verbinden sich unterwegs einfach mit Ihrem Heim-VPN und greifen wie zu Hause auf alle Geräte zu.
Bei VPN-Portweiterleitung kommt ein weiterer Punkt hinzu: Der freigegebene Port auf dem VPN-Server ist für jeden erreichbar, der ihn kennt. Proton VPN weist ausdrücklich darauf hin, dass dies Ihre echte IP zwar nicht offenlegt, Ihr Gerät aber über diesen Port ansprechbar macht. Aktivieren Sie die Funktion deshalb nur, wenn Sie sie wirklich brauchen.
Die besten VPN für Port Forwarding in 2026
Wegen dieser Sicherheitsfragen verzichten viele VPN-Anbieter auf die Funktion. Bei Top-Diensten wie NordVPN, CyberGhost und Surfshark gibt es keine Portweiterleitung, und auch NordVPNs Meshnet, das einen Teil dieser Fälle abdeckte, wurde Ende 2025 eingestellt.
Wenn Sie ein VPN mit Port Forwarding suchen, ist die Auswahl also klein. Und ehrlich gesagt gehören die Anbieter mit dieser Funktion nicht alle zu unseren Top 3 der besten VPN. Dennoch gibt es einige leistungsstarke Dienste, die wir empfehlen können. Wir stellen sie Ihnen hier vor.
1. ExpressVPN

Vorteile
- Portweiterleitung auf dem Router
- hervorragende Leistung und Geschwindigkeit
- Apps für alle Geräte
- geprüfte No-Logs-Politik
- unbegrenztes Streaming und Torrenting
Nachteile
- keine Portweiterleitung in den Apps
- freigegebene Ports nicht durch das VPN geschützt
ExpressVPN bietet eine Portweiterleitung an, allerdings mit einer wichtigen Einschränkung: Sie funktioniert nur auf einem Router mit der ExpressVPN-Router-App oder auf dem hauseigenen Router Aircove. In den Apps für Computer und Smartphone gibt es die Funktion nicht.
Sie finden die Einstellung im Router-Dashboard unter „Erweiterte Einstellungen“ und „Portweiterleitung“. ExpressVPN weist selbst darauf hin, dass Datenverkehr über weitergeleitete Ports direkt mit dem Internet verbunden und nicht durch das VPN geschützt ist. Außerdem muss Ihr Internetanbieter eingehende Verbindungen zulassen.
Es handelt sich also um eine klassische Router-Portfreigabe neben dem VPN und nicht um eine VPN-Portweiterleitung wie bei PIA oder Proton. Für Fernzugriff auf Geräte im Heimnetz kann das reichen, für anonymes Torrenting nicht. ExpressVPN selbst ist ein leistungsstarker Dienst mit rund 3.000 Servern in 105 Ländern. Wir nutzen dieses VPN auf einem Router, aber auch unter Windows, iOS, Android, macOS und Linux.
Die Einrichtung ist einfach: Sie melden sich im Dashboard Ihres Routers an, öffnen die Portweiterleitung, wählen das Gerät und den gewünschten Port. Abgesehen davon ist ExpressVPN ein sehr sicheres VPN mit vielen weiteren Funktionen.
ExpressVPN speichert keine Aktivitätsprotokolle, was mehrere unabhängige Audits bestätigt haben. Er nutzt eine starke Verschlüsselung, reine RAM-Server und eignet sich sehr gut für Streaming und Torrenting. Zudem ist er so schnell, dass viele Nutzer ohne Portweiterleitung auskommen.
Dank Servern mit 10-Gbit/s-Anbindung und dem Lightway-Protokoll bietet er eine moderne Technik. Der Dienst ist nicht kostenlos, hat seine Preise in den letzten Jahren aber deutlich gesenkt. Derzeit erhalten Sie für den 2-Jahres-Plan 78 % Rabatt (rund 2,39 € pro Monat) über unseren roten Button unten, mit 30-tägiger Geld-zurück-Garantie. Für Router-Nutzer ist er eine gute Wahl, wer Portweiterleitung im VPN-Tunnel braucht, ist mit PIA oder Proton VPN besser bedient.
2. Private Internet Access

© Private Internet Access
Vorteile
- Portweiterleitung mit einem Klick in der App
- Server in 91 Ländern
- SOCKS5-Proxy-Unterstützung
- dedizierte IP als Option
Nachteile
- keine Portweiterleitung auf US-Servern
- könnte für das Streaming besser sein
Private Internet Access bietet eine Portweiterleitung, die sehr einfach zu nutzen ist. Unter Windows und macOS aktivieren Sie in den Netzwerkeinstellungen „Portweiterleitung anfordern“ und verbinden sich dann mit einem Server. Die Funktion arbeitet mit WireGuard und OpenVPN.
Nach dem Verbinden zeigt die App einen Port an, den Sie in Ihren Torrent-Client oder Ihr Spiel eintragen. PIA nutzt dabei eine dynamische Portzuweisung: Pro Verbindung erhalten Sie einen zufälligen Port, den Sie nicht selbst wählen können. Wichtig: Auf US-Servern ist die Portweiterleitung nicht verfügbar, weichen Sie dafür auf Kanada oder Mexiko aus.
In unseren Tests hat die Funktion zuverlässig gearbeitet und die Zahl der Peers beim Torrenting spürbar erhöht. Mit Servern in 91 Ländern ist es zudem leicht, einen schnellen Standort zu finden. In unserem Vergleich von ExpressVPN und PIA liegt ExpressVPN insgesamt vorn, bei der Portweiterleitung im VPN-Tunnel hat PIA aber klar die Nase vorn.
PIA ist sehr günstig und erlaubt unbegrenzt viele gleichzeitige Verbindungen. Dazu kommen Funktionen wie der Werbeblocker PIA MACE, ein SOCKS5-Proxy und eine Verschleierung, die Firewall-Beschränkungen umgeht. Seine No-Logs-Politik wurde mehrfach vor Gericht bestätigt.
Wir mögen PIA auch wegen seiner P2P-freundlichen Server und der Möglichkeit, gegen Aufpreis eine dedizierte IP-Adresse zu buchen. Das ist praktisch, denn eine feste IP-Adresse erleichtert es, einen Server zu hosten oder zuverlässig auf entfernte Geräte zuzugreifen.
Wenn Sie das Angebot von PIA überzeugt, testen Sie ihn über unseren Button. So erhalten Sie den exklusiven Rabatt und eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie. Für rund 2 € pro Monat ist es schwer, ein zuverlässigeres VPN mit Portfreigabe zu finden.
Entdecken Sie Private Internet Access
3. Proton VPN

Vorteile
- dynamische Portweiterleitung einfach zu bedienen
- Sitz in der Schweiz, geprüfte No-Logs-Politik
- Secure-Core-Server
- Schutz vor IPv6- und DNS-Leaks
Nachteile
- eher teuer
- Portweiterleitung nur auf Desktop und P2P-Servern
- sehr begrenzter kostenloser Plan
Proton VPN ist eine sehr gute Wahl für die Portweiterleitung. Unter Windows, macOS (derzeit als Vorabversion) und Linux aktivieren Sie die Portfreigabe ähnlich wie bei PIA. Verbinden Sie sich dazu mit einem P2P-Server, schalten Sie die Portweiterleitung ein, und Ihnen wird dynamisch ein Port zugewiesen.
Diese Portnummer kopieren Sie in Ihren Torrent-Client. Proton empfiehlt, UPnP und NAT-PMP im Client zu deaktivieren, da sie mit dem VPN kollidieren können. Beim erneuten Verbinden ändert sich der Port meist, Sie müssen ihn dann im Client aktualisieren. Die kostenlose Version unterstützt weder P2P noch Portweiterleitung, für dieses Szenario brauchen Sie also ein Abo.
Proton VPN verfügt über mehr als 19.000 Server in 145 Ländern, ein beeindruckendes Netzwerk. Dazu kommen ein Werbe- und Malware-Blocker (NetShield) und Secure Core, Protons Variante des MultiHop. Unser Team schätzt auch die WireGuard-Unterstützung und den VPN Accelerator, der die Geschwindigkeit auf weiten Strecken verbessert.
Proton VPN hat eine von Securitum geprüfte No-Logs-Politik, und seine Apps sind quelloffen. Er nutzt eine starke Verschlüsselung und einen Kill Switch, der IP- und DNS-Leaks verhindert. Auch für Streaming und Gaming eignet sich der Dienst gut.
Er ist nicht der schnellste Dienst, aber seine Server mit 10-Gbit/s-Anbindung sorgen für stabile Verbindungen. Im Vergleich zu Private Internet Access ist Proton VPN mit rund 4,50 € pro Monat teurer. Dafür bekommen Sie erstklassige Sicherheit und einen sehr hohen Schutz der Privatsphäre.
Über unsere Website erhalten Sie auch für dieses VPN einen Sonderrabatt. Eine App für den Amazon Fire TV Stick bietet Proton inzwischen ebenfalls, die Portweiterleitung bleibt aber den Desktop-Apps vorbehalten.
Wie richtet man ein VPN mit Portweiterleitung ein?
Die Einrichtung einer Portweiterleitung klingt kompliziert, ist es aber nicht. Es kommt darauf an, wo Sie sie einrichten. Über den Router ist es etwas aufwendiger.
Am einfachsten ist die Portweiterleitung direkt in der VPN-App, wie bei PIA oder Proton VPN. So gehen Sie vor:
- Schließen Sie ein VPN-Abonnement bei einem Anbieter mit Portweiterleitung im VPN-Tunnel ab (unsere Empfehlung: ExpressVPN für Router, PIA oder Proton VPN für Computer).
- Installieren Sie das VPN auf Ihrem Windows-PC (oder unter macOS/Linux). Die Portweiterleitung ist meist den Desktop-Apps vorbehalten.
- Öffnen Sie die VPN-App und melden Sie sich mit Ihren Zugangsdaten an.
- Aktivieren Sie die Portweiterleitung in der App und verbinden Sie sich mit einem passenden Server (bei Proton ein P2P-Server, bei PIA kein US-Server).
Danach weist Ihnen das VPN einen Port zu. Für Torrenting öffnen Sie Ihren Torrent-Client, tragen diese Portnummer in den Verbindungseinstellungen ein und deaktivieren dort UPnP und NAT-PMP.
Ob der Port wirklich offen ist, prüfen Sie am einfachsten im Torrent-Client selbst: Viele Programme wie qBittorrent zeigen in der Statusleiste an, ob eingehende Verbindungen möglich sind, oder bieten in den Einstellungen eine Funktion zum Testen des Ports. Erscheint dort eine Warnung, kontrollieren Sie, ob der eingetragene Port mit dem in der VPN-App übereinstimmt und ob Sie mit einem passenden Server verbunden sind.
Genauere Schritte können wir hier nicht für alle Anbieter zeigen, da sich die Menüs unterscheiden. Diese allgemeine Anleitung funktioniert aber für die meisten VPN.
Wie richtet man die Portweiterleitung auf einem Router ein?
Bei Routern ist die Lage etwas anders. Viele wissen, wie sie sich auf ihren Geräten mit einem VPN verbinden, scheuen aber die Router-Einstellungen. Wenn Sie eine Portweiterleitung auf Ihrem Router einrichten möchten, helfen diese allgemeinen Schritte. Die genauen Menüs unterscheiden sich je nach Modell.
- Geben Sie die IP-Adresse Ihres Routers in die Adresszeile Ihres Browsers ein. Häufig ist das 192.168.1.1 oder 192.168.178.1, bei der FRITZ!Box funktioniert auch „fritz.box“. Kennen Sie die Adresse nicht, öffnen Sie unter Windows die Eingabeaufforderung, geben Sie „ipconfig“ ein und suchen Sie nach „Standardgateway“.
- Melden Sie sich an der Oberfläche Ihres Routers an. Die Zugangsdaten stehen meist auf einem Aufkleber am Gerät. Falls Ihr Router noch ein Standardpasswort wie „admin“ nutzt, ändern Sie es unbedingt.
- Suchen Sie den Bereich Portfreigabe oder Portweiterleitung (bei der FRITZ!Box unter „Internet“ und „Freigaben“).
- Legen Sie eine neue Regel an: Wählen Sie das Gerät, das Protokoll (TCP, UDP oder beides) und die Portnummer.
- Tragen Sie denselben Port in der Anwendung ein, die ihn nutzen soll, zum Beispiel in Ihrem Torrent-Client, und speichern Sie die Einstellungen.
Ein häufiges Problem in Deutschland: Viele Glasfaser- und Kabelanschlüsse nutzen DS-Lite. Dabei haben Sie keine eigene öffentliche IPv4-Adresse, und Portfreigaben über IPv4 funktionieren nicht. Fragen Sie in diesem Fall bei Ihrem Anbieter nach einer öffentlichen IPv4-Adresse oder nutzen Sie eine VPN-Portweiterleitung, die dieses Problem umgeht. Ob Ihr Anschluss betroffen ist, sehen Sie in der Übersicht Ihres Routers: Wird dort nur eine IPv6-Adresse oder der Hinweis „DS-Lite“ angezeigt, haben Sie keine eigene IPv4-Adresse. Manche Anbieter stellen auf Anfrage kostenlos auf einen Dual-Stack-Anschluss um.
Fazit
Zusammengefasst ist die Portweiterleitung eine gute Methode, um Ihren NAT-Typ zu verbessern und eingehende Verbindungen zuzulassen. So greifen Sie auf entfernte Geräte zu, finden beim Torrenting mehr Peers und können Spiele oder andere Server hosten.
Beachten Sie, dass die klassische Portfreigabe am Router nichts mit einem VPN zu tun hat. Mit einem VPN brauchen Sie stattdessen eine Portweiterleitung auf dem VPN-Server. Beide Varianten bringen die genannten Vorteile, aber auf Kosten der Sicherheit, und das sollte man sich bewusst machen.
Bei der VPN-Portweiterleitung bleibt Ihre echte IP-Adresse verborgen, Ihr Gerät ist über den freigegebenen Port aber von außen erreichbar. Bei ExpressVPN laufen die freigegebenen Ports sogar ganz am VPN vorbei.
Schützen Sie daher alle Geräte und Dienste hinter einem offenen Port mit starken Passwörtern und aktueller Software, und schließen Sie Freigaben, die Sie nicht mehr brauchen. Wenn Ihnen das zu riskant ist, verzichten Sie lieber auf die Portweiterleitung und nutzen ExpressVPN einfach für alle anderen VPN-Aktivitäten.