
Ein normales VPN verschlüsselt Ihre Verbindung und verbirgt Ihre IP-Adresse vor den Websites, die Sie besuchen. Ein Punkt bleibt dabei aber offen: Der eine VPN-Server, über den alles läuft, kennt sowohl Ihre echte IP-Adresse als auch die Ziele Ihres Datenverkehrs. Wer besonders sensible Daten schützen muss, möchte genau diese Verbindung zwischen Herkunft und Ziel auflösen.
Genau dafür gibt es das Double VPN, auch Doppel-VPN oder Multi-Hop genannt: Ihr Datenverkehr läuft über zwei Server in zwei verschiedenen Ländern und wird doppelt verschlüsselt. In unseren Tests bietet NordVPN die beste Umsetzung. Die Funktion Double VPN ist in jedem Abo enthalten, das Netzwerk umfasst über 9.200 Server in 129 Ländern, und mit dem Code 01NET kostet der Dienst 2,56 € pro Monat, mit 30-Tage-Geld-zurück-Garantie.
Die flexiblere Alternative ist Surfshark (rund 1,99 € pro Monat): Mit seinem dynamischen MultiHop wählen Sie beide Server selbst aus. Dafür ist sein Netzwerk mit rund 4.500 Servern deutlich kleiner, und die Geschwindigkeit sinkt bei weit entfernten Kombinationen stärker.
Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, was ein Double VPN ist, wie es funktioniert, ob es etwas bringt, 2 VPN gleichzeitig zu nutzen, und welche Anbieter die Funktion haben, sind Sie hier genau richtig. Wir zeigen Ihnen auch, wie Sie sofort loslegen können.
Was ist Double VPN (Multi-Hop VPN)?
Wir haben schon kurz erklärt, was ein Doppel-VPN ist. Gehen wir jetzt etwas mehr ins Detail. Die Funktion ist auch unter dem Namen Multi-Hop, MultiHop oder VPN Double Hop bekannt, je nachdem, wie der Anbieter sie nennt. Der Begriff „Multi“ kann etwas verwirrend sein, denn bei den großen Anbietern handelt es sich in der Regel um genau zwei VPN-Server.
Ein doppeltes VPN verwendet also zwei Server, um Ihre Verbindung zweifach zu verschlüsseln und Ihnen zusätzliche Privatsphäre zu bieten. Bei vielen Anbietern wählen Sie dabei aus vorgegebenen Paaren zweier Standorte.
Mit anderen Worten: Eingangs- und Ausgangsserver sind oft fest vom Anbieter kombiniert. Nehmen wir NordVPN als Beispiel. Bei NordVPN Double VPN wählen Sie aus einer überschaubaren Liste fester Länderkombinationen, die Sie nicht weiter anpassen können.
8922 Server
129 abgedeckte Länder
30 Tage kostenlos testen
10 Geräte gleichzeitig
9.8 /10
Wir haben zum Beispiel das Paar Hongkong-Taiwan getestet. In diesem Fall verschlüsselt die App Ihren Datenverkehr zweimal und schickt ihn zuerst an den Server in Hongkong. Dieser entfernt die äußere Verschlüsselungsschicht und leitet die Daten an den Server in Taiwan weiter, der die innere Schicht entfernt und die Anfrage an die Website sendet.
Einige Anbieter, wie zum Beispiel Surfshark, erlauben es, MultiHop selbst zu konfigurieren. In diesem Fall wählen Sie beide Server aus und legen genau fest, über welche Standorte Ihre Verbindung läuft. Viele Nutzer schätzen das Double VPN wegen des zusätzlichen Schutzes der Privatsphäre.
Viele verzichten jedoch darauf, da es mehr Rechenleistung beansprucht und vor allem die Verbindungsgeschwindigkeit verringert. Später in unserem Guide sprechen wir über die Vor- und Nachteile. Jetzt erklären wir die Funktion erst einmal genauer.
Wie funktioniert ein Doppel-VPN?
Nachdem Sie nun wissen, was ein Doppel-VPN ist, sehen wir uns an, wie es genau funktioniert. Zum besseren Verständnis betrachten wir zunächst, wie eine normale VPN-Verbindung funktioniert.

Wenn Sie eine Verbindung zu einem Server herstellen, geschieht Folgendes:
- Die VPN-App verschlüsselt Ihren Datenverkehr und sendet ihn an den Server, mit dem Sie verbunden sind.
- Dieser Server entschlüsselt die Daten und ersetzt Ihre IP-Adresse durch seine eigene. Sie surfen jetzt mit der IP dieses Servers statt mit Ihrer ursprünglichen IP-Adresse.
- Anschließend sendet der Server den Datenverkehr an sein Ziel, also an die Website, die Sie besuchen möchten.
Wie Sie sehen, geht es hier um einen einzigen Server, der sowohl Ihre echte IP als auch Ihr Ziel kennt. Was passiert, wenn ein weiterer Server hinzukommt?
- Wenn Sie das Doppel-VPN aktivieren, verschlüsselt die App Ihren Datenverkehr zweimal, wie bei einer Zwiebel mit zwei Schalen, und sendet ihn an den ersten Server.
- Der erste Server entfernt die äußere Schicht. Er kennt Ihre echte IP-Adresse, sieht aber nicht, welche Websites Sie aufrufen, da die Daten weiterhin verschlüsselt sind. Er leitet sie an den zweiten Server weiter, der nur die IP-Adresse des ersten Servers sieht und so Ihre IP-Adresse ein zweites Mal ändert.
- Der zweite Server entfernt die innere Schicht und sendet den Datenverkehr an das Ziel.
- Die Website sieht nur die IP-Adresse des zweiten Servers.
Sie erhalten also zwei Verschlüsselungsebenen, und Ihre IP-Adresse wird zweimal ersetzt. Kein einzelner Server kennt gleichzeitig Ihre Identität und Ihr Ziel. Sehen wir uns das am Beispiel der Kombination Hongkong-Taiwan an.
Bei dieser Kombination sieht die Website, die Sie besuchen, eine taiwanesische IP-Adresse und nicht die aus Hongkong. Das macht es für Dritte deutlich schwieriger, Ihre ursprüngliche IP-Adresse zu ermitteln, denn dazu müssten sie die Verbindungen beider Server miteinander in Beziehung setzen.
Nutzen Sie die Doppel-VPN-Funktion von NordVPN
Vor- und Nachteile eines Doppel-VPN
Was wir bisher über das Doppel-VPN gehört haben, klingt sehr gut. Warum bieten Premium-VPN wie ExpressVPN diese Funktion dann nicht an? Um das zu verstehen, sehen wir uns die Vor- und Nachteile an. Dann können Sie selbst entscheiden, ob ein Doppel-VPN für Sie nützlich ist.
Vorteile eines Doppel-VPN
Beginnen wir mit den positiven Eigenschaften eines Double VPN.
Sie erhalten zwei IP-Adressen und Verschlüsselungsebenen
Einer der größten Vorteile eines Doppel-VPN ist, dass Sie alles doppelt bekommen. Ihre Verbindung wird zweimal verschlüsselt und über zwei verschiedene Server geleitet. In den meisten Fällen reicht ein einzelner Server aus, aber in besonderen Situationen brauchen Sie zusätzliche Sicherheit.
Wenn Sie beispielsweise als Journalist mit vertraulichen Quellen arbeiten oder sich in einem Land mit starker Überwachung aufhalten, sichert die Doppel-VPN-Funktion Ihre Verbindung zusätzlich ab. Hundertprozentige Anonymität kann aber auch sie nicht garantieren, und sie ist mit einem Nachteil verbunden, auf den wir noch eingehen.
Im Allgemeinen ist ein Doppel-VPN tatsächlich besser geschützt als eine einzelne VPN-Verbindung. Wird zum Beispiel ein Server kompromittiert oder überwacht, liefert er allein nicht genug Informationen: Der erste Server kennt nur Ihre IP, der zweite nur Ihr Ziel.
Online-Verfolgung wird deutlich schwieriger
Durch ein Doppel-VPN wird es also wesentlich schwerer, Ihre Online-Aktivitäten Ihnen zuzuordnen. Ihr Internetanbieter sieht ohnehin nur eine verschlüsselte Verbindung zum ersten Server und weiß nicht, welche Websites Sie besuchen. Das ist zum Beispiel bei sensibler Recherche ein echter Mehrwert.
Niemand kann Ihren tatsächlichen Standort sehen
Ein weiterer Vorteil ist, dass Ihr tatsächlicher Standort verborgen bleibt. Sie erhalten zwei IP-Adressen aus zwei verschiedenen Ländern, aber nach außen wird nur die IP des zweiten Landes angezeigt. Wo Sie sich wirklich befinden, ist so nur sehr schwer nachzuvollziehen.
Nachteile eines Doppel-VPN
Wie Sie sehen, liegt der größte Mehrwert eines Doppel-VPN in der zusätzlichen Sicherheit und dem besseren Schutz der Privatsphäre. Die Nachteile betreffen vor allem die Leistung, denn eine doppelte Verschlüsselung und ein längerer Weg erfordern mehr Ressourcen. Sehen wir uns diese Nachteile an.
Langsamere Verbindungsgeschwindigkeiten
Einer der größten Kritikpunkte an dieser Funktion sind ihre Auswirkungen auf die Leistung. Seien wir ehrlich: Die Einbußen sind spürbar, vor allem wenn die beiden Server weit von Ihnen entfernt sind. Schon eine einzelne VPN-Verbindung verringert Ihre Geschwindigkeit leicht, wenn auch meist kaum merklich.
Wie stark verringert ein VPN Ihre Geschwindigkeit? Das hängt von Ihrer Entfernung zum Server und der Qualität der Serverinfrastruktur ab. Bei einem Doppel-VPN ist der Rückgang wegen des zusätzlichen Servers und der doppelten Verschlüsselung auf jeden Fall größer. Hinzu kommt, dass Double VPN bei NordVPN nur mit dem Protokoll OpenVPN funktioniert, das langsamer ist als NordLynx.
Ein Beispiel: Die Funktion erlaubt es Ihnen zwar, sicherer im Dark Web zu surfen, aber in Kombination mit Tor (der die Verbindung ohnehin verlangsamt) wird alles sehr langsam. Ladezeiten von mehreren Sekunden sind dann keine Seltenheit.
Theoretisch macht ein Doppel-VPN auch das Torrenting sicherer. Aufgrund der zwei Verschlüsselungsebenen leidet aber die Torrent-Leistung, mit langsameren Download- und Upload-Geschwindigkeiten und höheren Ping-Zeiten.
Wir haben das kurz mit NordVPN getestet, um die Unterschiede mit Zahlen zu veranschaulichen. Zuerst haben wir uns ganz normal mit einem Server in Taiwan verbunden. Das sind unsere Ergebnisse:

Mit der Kombination Hongkong-Taiwan fielen die Ergebnisse des Geschwindigkeitstests dann sichtbar anders aus:

Die Download-Geschwindigkeit ist sichtbar gesunken, und der Ping stieg von 221 ms auf 307 ms. Bei NordVPN hält sich der Leistungsabfall dennoch in Grenzen, da es sich um eines der besten VPN in 2026 handelt. Bei einem langsameren VPN fällt der Verlust deutlich stärker aus.
Höherer Akkuverbrauch auf mobilen Geräten
Wenn Sie ein VPN auf Ihrem Smartphone verwenden, wissen Sie, dass es den Akku schneller leert. Ein Doppel-VPN benötigt noch mehr Ressourcen, da die Verschlüsselung doppelt läuft. So steigt der Akkuverbrauch weiter, was ein Minuspunkt ist, wenn Ihr Akku ohnehin schwächelt.
Wer einen Laptop oder ein Smartphone nutzt, sollte das Gerät daher bei längerer Nutzung von Doppel-VPN oder MultiHop besser ans Ladegerät anschließen.
Bei den meisten VPN eingeschränkte Serverauswahl beim Doppel-VPN (MultiHop)
Einer der Punkte, die wir beim Doppel-VPN am meisten bemängeln, ist die Auswahl der Serverstandorte. Diese ist deutlich begrenzter als bei einer normalen VPN-Verbindung.
NordVPN stellt für normale Verbindungen zum Beispiel Server in 129 Ländern zur Verfügung, für Double VPN gibt es aber nur eine kleine Auswahl fester Länderpaare. Wer eine bestimmte Ausgangs-IP braucht, findet sein Wunschland dort oft nicht.
Server-Kombinationen vorgegeben
Auch wenn bei dieser Funktion der virtuelle Standort nicht im Vordergrund steht, würden wir uns zum Beispiel wünschen, den zweiten Server frei wählen zu können. So könnte man eine bestimmte Website nutzen und gleichzeitig vom zusätzlichen Schutz dieser Funktion profitieren. Surfshark und Private Internet Access zeigen, dass das möglich ist.
Eigenes Doppel-VPN einrichten: Bringt es etwas, 2 VPN gleichzeitig zu nutzen?
Das Konzept ist ziemlich klar: zwei Server statt einem. Viele fragen sich daher, ob sie ihr eigenes Doppel-VPN einrichten können, indem sie zwei verschiedene VPN-Anbieter gleichzeitig verwenden. Ist das überhaupt möglich?
Das hängt von den Anbietern ab. In unserem Test hat uns Surfshark zum Beispiel jedes Mal gewarnt, wenn er einen anderen aktiven VPN-Dienst erkannt hat, obwohl es sich nur um einen Hintergrundprozess handelte. Andere Anbieter lassen sich dagegen problemlos mit einem zweiten VPN kombinieren.
Grundsätzlich ist so ein Aufbau nicht unsinnig, solange beide Anbieter zuverlässig und sicher sind. Speichert einer der beiden Protokolle oder ist für mangelnden Datenschutz bekannt, bringt die Kombination dagegen kaum etwas.
Sie brauchen also zuerst zwei vertrauenswürdige Anbieter. Leider sind die meisten Apps nicht für so etwas ausgelegt. Oft versucht das zweite VPN, sich neu zu verbinden, sobald das erste aktiv ist, und zeigt am Ende eine Fehlermeldung an.
Außerdem bedeuten zwei getrennte Anbieter mehr Aufwand und doppelte Kosten, da Sie zwei Abonnements bezahlen. Für die meisten Nutzer lohnt sich das nicht. Falls Sie ohnehin schon zwei Abos haben, können Sie es aber ausprobieren.
Verschiedene VPN-Protokolle verwenden
Wir haben mehrmals versucht, zwei Anbieter zu kombinieren. Ohne zusätzliche Anpassungen in den Einstellungen hat es meist nicht funktioniert. Das liegt daran, dass sich die Protokolle der beiden VPN in die Quere kommen können. Verbinden Sie sich zum Beispiel mit dem ersten VPN über WireGuard, nutzt das zweite VPN wahrscheinlich dasselbe Protokoll.
Um das zu beheben, sollten beide Anbieter unterschiedliche Protokolle verwenden. Am einfachsten war es für uns, einen Anbieter auf WireGuard oder dessen Variante (etwa NordLynx) und den anderen auf OpenVPN einzustellen. Verbinden Sie sich dann mit dem ersten VPN und versuchen Sie anschließend, sich mit dem zweiten Dienst zu verbinden.
Kommt die Verbindung zustande, ist Ihr eigenes Doppel-VPN eingerichtet: Sie haben zwei Verschlüsselungsebenen, und nach außen ist die IP des zweiten Servers sichtbar. Hat das nicht funktioniert, gibt es noch eine zweite Option.
Nutzen Sie die Vorteile einer VPN-Browser-Erweiterung
Sie können das Problem einfacher angehen und eine VPN-Erweiterung für Chrome, Firefox oder Edge mit einer vollwertigen VPN-App kombinieren. Dabei verbinden Sie sich zuerst über die App mit einem Server und aktivieren dann im Browser die VPN-Erweiterung, die viele Premium-VPN anbieten.
Dabei müssen Sie aber einen wichtigen Punkt beachten: Die meisten Browser-Erweiterungen sind technisch Proxys. Der doppelte Schutz betrifft dann nur den Datenverkehr im Browser, und die zweite Ebene ist oft nur ein verschlüsselter Proxy statt eines vollwertigen VPN-Tunnels. Der restliche Datenverkehr läuft nur einmal verschlüsselt. Weitere Optionen wären ein zweites VPN auf dem Router oder in einer virtuellen Maschine.
Wahrscheinlich denken Sie, genau wie wir, dass sich das alles umständlich und kompliziert anhört, zusätzlich zu den höheren Kosten. Und eine Erfolgsgarantie gibt es auch nicht. Wenn Sie wirklich ein Doppel-VPN nutzen möchten, ist die einfachste und sicherste Lösung ein VPN, das diese Funktion bereits anbietet. Sehen wir uns an, welche das sind.
Die besten VPN mit Doppel-VPN: Unsere 4 Top-Anbieter
Wie angekündigt stellen wir Ihnen hier 4 Dienste vor, die uns in den Tests überzeugt haben. Sehen wir uns diese Anbieter mit Doppel-VPN genauer an.
8922 Server
129 abgedeckte Länder
30 Tage kostenlos testen
10 Geräte gleichzeitig
9.8 /10
4500 Server
100 abgedeckte Länder
30 Tage kostenlos testen
Unbegrenzte Verbindungen
9.1 /10
20396 Server
148 abgedeckte Länder
30 jours kostenlos testen
10 Geräte gleichzeitig
8.1 /10
27000 Server
91 abgedeckte Länder
30 Tage kostenlos testen
10 Geräte gleichzeitig
8.7 /10
1. NordVPN
Unserer Meinung nach ist NordVPN das beste VPN mit Doppel-VPN. Der Dienst ist bekannt für seine hohe Geschwindigkeit, AES-256-Verschlüsselung, einen Kill Switch und weitere starke Sicherheitsfunktionen. NordVPN Double VPN funktioniert einwandfrei und beeinträchtigt Ihre Leistung, wie gesehen, nicht drastisch. Sie aktivieren es, indem Sie in den Einstellungen OpenVPN als Protokoll wählen und dann in der Serverliste unter den Spezialservern „Double VPN“ öffnen.
Das ist einer der Gründe, warum NordVPN unser Favorit ist. Viele seiner Server sind mit 10 Gbit/s angebunden und liefern eine sehr gute Leistung. ExpressVPN kommt bei der Geschwindigkeit nah an ihn heran, bietet aber keine MultiHop-Funktion. Außerdem hat NordVPN seine No-Logs-Politik bereits sechsmal von Deloitte prüfen lassen, zuletzt im Februar 2026.

Dazu kommt Threat Protection, das Werbung, Tracker und schädliche Websites blockiert. Die erweiterte Variante Threat Protection Pro mit Malware-Schutz gibt es ab dem Plus-Abo. NordVPN ist eine sehr gute Wahl für Streaming, Torrenting und, dank der Onion-Over-VPN-Server, auch für den Zugang zum Tor-Netzwerk.
Außerdem verfügt der Anbieter über einen Dark Web Monitor, der Sie warnt, wenn Ihre Zugangsdaten in Datenlecks auftauchen. Er bietet Apps für alle wichtigen Geräte und Plattformen, darunter iOS, Android, Windows, macOS, Linux und Fire TV.
Mit dem Code 01NET erhalten Sie 77 % Rabatt auf das 2-Jahres-Abo von NordVPN (2,56 € pro Monat), inklusive 30-tägiger Geld-zurück-Garantie. So können Sie die Doppel-VPN-Funktion in Ruhe testen und herausfinden, ob Sie sie wirklich brauchen.
Vorteile
- Double VPN in jedem Abo enthalten
- Apps für alle Geräte
- Mehr als 9.200 Server in 129 Ländern
- sechsmal von Deloitte geprüfte No-Logs-Politik
- Zuverlässig für Streaming und P2P
Nachteil
- Double VPN nur mit OpenVPN und festen Länderpaaren
2. Surfshark
Surfshark gehört wie NordVPN zur Nord-Security-Gruppe, wird aber als eigenständiger Dienst betrieben und ist günstiger. Ähnlich wie NordVPN bietet Surfshark ein Doppel-VPN an, hier heißt die Funktion MultiHop. Neben vorgegebenen Paaren können Sie mit dem dynamischen MultiHop auch eine eigene Kombination erstellen.
Mit solchen Diensten entfällt die Notwendigkeit, für doppelten Schutz zwei VPN zu verwenden. Öffnen Sie in der App einfach MultiHop, wählen Sie „Verbindung erstellen“ und legen Sie Eingangs- und Ausgangsserver nach Ihren Wünschen fest. Auch dieser Anbieter ist für seinen Fokus auf Datenschutz und Sicherheit bekannt.

Er ist etwas langsamer als NordVPN, mit rund 4.500 Servern in 100 Ländern aber immer noch schnell und zuverlässig. Darüber hinaus bietet der Dienst eine von Deloitte geprüfte No-Logs-Politik, WireGuard-Unterstützung, einen Werbeblocker, Split Tunneling und einen Kill Switch. Zudem erlaubt er unbegrenzt viele gleichzeitige Verbindungen.
Surfshark ist günstiger als NordVPN und daher ein guter Einstieg, wenn Sie MultiHop mit kleinem Budget testen möchten. Wir empfehlen den 2-Jahres-Plan mit 30-tägiger Geld-zurück-Garantie, der rund 1,99 € pro Monat kostet.
Vorteile
- frei konfigurierbarer MultiHop (Doppel-VPN)
- Split Tunneling integriert
- geprüfte No-Logs-Politik
- günstige 2-Jahres-Abonnements
Nachteile
- kleineres Servernetz als NordVPN
- Monatstarif teuer
3. Proton VPN
Proton VPN hat seinen Sitz in der Schweiz, deren strenge Datenschutzgesetze eine gute Grundlage für den Schutz der Privatsphäre bieten. Er gehört zu den sichersten Diensten, seine Apps sind quelloffen, und seine No-Logs-Politik wurde von Securitum geprüft. Sein Doppel-VPN heißt Secure Core und unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt vom MultiHop von NordVPN und Surfshark.
Bei Secure Core läuft Ihr Datenverkehr zuerst über einen besonders gesicherten Server in der Schweiz, in Island oder in Schweden und erst dann über den Ausgangsserver im gewünschten Land. Diese Secure-Core-Server stehen in Rechenzentren, die Proton selbst kontrolliert, teils in einem ehemaligen Militärbunker in der Schweiz.

Der Vorteil: Selbst wenn ein Ausgangsserver in einem Land mit schwächerem Datenschutz überwacht würde, ließe sich Ihr Datenverkehr nur bis zum Secure-Core-Server zurückverfolgen, nicht bis zu Ihnen. Das Eingangsland wählen Sie dabei unter den drei Secure-Core-Standorten selbst, das Ausgangsland aus der Liste der unterstützten Länder. Secure Core ist allerdings nur in den kostenpflichtigen Abos enthalten.
Wie bei jedem Doppel-VPN kostet die Funktion Geschwindigkeit, vor allem wenn der Ausgangsserver weit vom Secure-Core-Standort entfernt ist. Auch ohne Secure Core ist Proton VPN in unseren Tests etwas langsamer als NordVPN oder Surfshark. Mit über 19.000 Servern in 145 Ländern hat er dafür ein sehr großes Netzwerk. Testen Sie selbst, wie hoch die Einbußen ausfallen, wenn Ihnen dieses Maß an Sicherheit wichtig ist.
Vorteile
- Secure-Core-Server in Ländern mit strengem Datenschutz
- Eingangs- und Ausgangsland wählbar
- geprüfte No-Logs-Politik und Open-Source-Apps
- intuitiv gestaltete Apps
Nachteile
- mittelmäßige Grundgeschwindigkeit
- spürbare Einbußen mit Secure Core
- Secure Core nur in kostenpflichtigen Abos
4. Private Internet Access
Anders als Proton VPN hat Private Internet Access seinen Sitz in den USA, was mit Blick auf den Datenschutz zunächst aufhorchen lässt. Seine No-Logs-Politik wurde jedoch bereits mehrfach vor Gericht bestätigt und zusätzlich von Deloitte geprüft. Der Anbieter bietet in seiner App ebenfalls eine Multi-Hop-Funktion, die gleichzeitig den Datenverkehr verschleiert.
Entdecken Sie Private Internet Access
Er ähnelt Surfshark insofern, als Sie Eingangs- und Ausgangsserver selbst wählen können. Der Unterschied: Bei PIA ist der erste Hop kein zweiter VPN-Server, sondern ein Shadowsocks- oder SOCKS5-Proxy, über den die VPN-Verbindung läuft. Das tarnt die VPN-Nutzung, bietet aber nicht ganz dieselbe Schutzwirkung wie zwei vollwertige VPN-Server.

In jedem Fall ist die Funktion leicht zu verstehen und einzurichten. Private Internet Access hat Server in 91 Ländern, darunter in allen 50 US-Bundesstaaten, ist torrentfreundlich und bietet sehr günstige Abonnements.
Wir empfehlen wie immer den längsten Plan, der den größten Rabatt und eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie bietet (rund 2 € pro Monat). Dafür erhalten Sie eine geprüfte No-Logs-Politik, eine solide Leistung, einen Werbeblocker, WireGuard-Support und vieles mehr, wie Sie in unserem Test von Private Internet Access nachlesen können.
Vorteile
- unbegrenzte gleichzeitige Verbindungen
- Shadowsocks- und SOCKS5-Proxys
- PIA MACE zum Blockieren von Werbung
Nachteile
- Multi-Hop nur mit Proxy als erstem Hop
- keine hohen Geschwindigkeiten
- Firmensitz in den USA
Fazit
Ein Doppel-VPN kann ein sehr wirksames Sicherheitswerkzeug sein. Die Funktion verschlüsselt Ihre Verbindung zweifach und sorgt dafür, dass kein einzelner Server gleichzeitig Ihre Identität und Ihre Online-Ziele kennt. Das macht es deutlich schwieriger, Sie online zu verfolgen.
Deshalb ist ein Double VPN besonders nützlich für Journalisten, Aktivisten oder alle, die ein besonders hohes Maß an Sicherheit suchen. Wenn Sie bereit sind, etwas Geschwindigkeit und Akkulaufzeit (auf Smartphone, Tablet oder Laptop) zu opfern, bringt Ihnen die MultiHop-Funktion einen echten Mehrwert.
Diese Funktion finden Sie längst nicht bei jedem VPN. Achten Sie bei der Auswahl also darauf, dass Ihr Dienst sie anbietet und dass sie gut funktioniert. Wir empfehlen NordVPN, aber auch Surfshark, Proton VPN und Private Internet Access sind gute Optionen. Vergleichen Sie die Kandidaten und entscheiden Sie nach Ihren Bedürfnissen. Für den Alltag genügt meist eine normale Verbindung. Aktivieren Sie das Doppel-VPN gezielt dann, wenn Sie besonders sensible Daten übertragen oder sich in einem Netz befinden, dem Sie nicht vertrauen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Zum Abschluss beantworten wir noch einige Fragen, die wir in diesem Artikel bisher nicht behandelt haben.
Ist bei kostenlosen VPN ein Doppel-VPN verfügbar?
In der Regel nicht. Die Funktion ist aufwendig im Betrieb und daher fast immer den kostenpflichtigen Abos vorbehalten, auch Proton VPN bietet Secure Core nicht in seiner Gratisversion an. Uns ist kein seriöser kostenloser Dienst bekannt, der ein vollwertiges Doppel-VPN anbietet.
Sind Doppel-VPN-Verbindungen sicherer als Einzel-VPN-Verbindungen?
Ja, durch die doppelte Verschlüsselung und die Aufteilung auf zwei Server sind sie besser geschützt. Aus demselben Grund sind Doppel-VPN-Verbindungen aber auch deutlich langsamer. Für den Alltag reicht ein einzelner Server eines vertrauenswürdigen Anbieters in den meisten Fällen aus.
Bringt es etwas, mehrere VPNs gleichzeitig zu benutzen?
Nur bedingt. Technisch lässt sich ein eigenes Doppel-VPN mit zwei Anbietern aufbauen, wie oben beschrieben. Der Sicherheitsgewinn ist aber nur dann real, wenn beide Anbieter vertrauenswürdig sind und keine Daten speichern. Dazu kommen doppelte Kosten, häufige Verbindungsprobleme und eine noch stärker sinkende Geschwindigkeit. Für die meisten Nutzer ist die eingebaute Double-VPN-Funktion eines seriösen Anbieters die bessere Lösung, da beide Server aufeinander abgestimmt sind.
Was ist der Unterschied zwischen Double VPN und Tor?
Tor leitet Ihren Datenverkehr über drei zufällig gewählte Knoten, die von Freiwilligen betrieben werden, und ist kostenlos. Ein Double VPN nutzt dagegen zwei Server eines einzigen Anbieters, ist deutlich schneller und eignet sich daher auch für Streaming oder größere Downloads. Dafür müssen Sie diesem Anbieter vertrauen. Wer maximale Anonymität sucht, kann beides kombinieren, etwa mit den Onion-Over-VPN-Servern von NordVPN, muss dann aber mit sehr langsamen Verbindungen rechnen.
Kann man einen Kill Switch mit Double VPN verwenden?
Ja. Ein Kill Switch greift, wenn Ihre VPN-Verbindung aus irgendeinem Grund unterbrochen wird. Fällt einer der beiden Server aus, blockiert der Kill Switch den gesamten Datenverkehr, sodass Ihre echte IP-Adresse nicht offengelegt wird.
Kurz gesagt funktioniert ein Kill Switch unabhängig von der Art der Verbindung. Solange er aktiviert ist, müssen Sie sich keine Gedanken machen.
Bietet ExpressVPN eine Doppel-VPN-Funktion an?
Nein, ExpressVPN bietet bislang kein Doppel-VPN an. Obwohl der Dienst in Sachen Sicherheit sehr gut aufgestellt ist, fehlt diese Funktion. Dafür bietet er eine geprüfte No-Logs-Politik und reine RAM-Server, die das Risiko gespeicherter Daten verringern.
Wenn das für Sie ein Hindernis ist, bleibt NordVPN die beste Alternative zu ExpressVPN. Auch das Premium-VPN CyberGhost bietet bis heute kein Doppel-VPN an.